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№ 58
  
  

LIEBE LESERINNEN UND LESER,



 
Oliver Gerhard  Oliver Gerhard 

  

das Klima schlägt Kapriolen auf dem afrikanischen Kontinent – in manchen Regionen mit anhaltender Dürre, in anderen mit starken Regenfällen. Zwei unserer Autoren waren auf Roadtrips in Namibias Regenzeit unterwegs, die dieses Jahr besonders stark ausfiel: ein Highlight für Fotografen, die blühende Wüstenlandschaften und gut gefüllte Riviere aufnehmen konnten, aber auch eine Herausforderung für die Reiseplanung – und natürlich die Bevölkerung. 
  
Eine kleine Kostprobe zu diesem Thema finden Sie hier im Newsletter, die große Reportage in der nächsten SÜD-AFRIKA Ausgabe, die Ende Juni erscheint. Darin beschäftigen wir uns dann auch mit der Frage, was Sie bei einer Reise in der faszinierenden „Green Season“ beachten sollten.
  
Viel Spaß beim Lesen!
  
Ihr

   
Oliver Gerhard
Redaktion



   
 

  
  

    Bizarre Felsen: die Colinas do Curoca in der Wüste Namib
   

  ENTDECKUNGEN IN ANGOLA

  

Angola gilt als Geheimtipp für alle, die abseits ausgetretener Pfade das ursprüngliche Afrika entdecken möchten. Jede der sieben Regionen des Landes hat ihr eigenes historisches Erbe, eine lebendige Kultur und eine vielfältige Natur. Ein Überblick mit Reisetipps.
  
Luanda: Heimat des Kizomba
Angola ist ein Schmelztiegel afrikanischer, portugiesischer und indigener Einflüsse. Besonders in der Hauptstadt Luanda spiegelt sich dieser Mix in der Architektur, der Gastronomie und der Musikszene wider. Hier treffen Moderne auf koloniales Erbe, luxuriöse Strandclubs auf traditionelle Märkte.
  
Ein Highlight ist ein Abend in einem der angesagten Musikclubs der Stadt, wo die elektrisierenden Beats von Kuduro, einem energiegeladenen Tanzstil mit schnellen, rhythmischen Bewegungen und die sinnlichen Rhythmen von Kizomba, einem langsamen, engen Tanz erlebt werden können.
  
Lesen Sie den kompletten Beitrag auf der

SÜD-AFRIKA Homepage
  
   

  

  


  

     Seltenes Bild: der gut gefüllte Tsauchab

NAMIBIA IN DER REGENZEIT

   

  
Ein strahlend blauer Himmel über roten Dünen, staubige Straßen zwischen kahlen Bergen, wasserlose Trockenflüsse und dürre Ebenen – diese typischen Namibia-Bilder waren zuletzt für einige Wochen Vergangenheit: Nach mehreren Jahren Trockenheit erlebte das Land die ergiebigsten Niederschläge seit dem Ausnahmejahr 2011. Zwei SÜD-AFRIKA Autoren waren mittendrin.
 
Im März fegte der tropische Zyklon Jude über das südliche Afrika und verwandelte die kahlen Ebenen der Namib innerhalb kürzester Zeit in Grasmeere, bedeckte die roten Dünen der Kalahari mit gelben Blütenteppichen, verwandelte den staubtrockenen Etosha Nationalpark in ein blühendes Paradies, Trockenriviere in reißende Flüsse, die den Atlantik erreichten, und brachte Staudämme zum Überlaufen. Erhebliche Zuflüsse aus dem Hochland von Angola sorgten für tosende Wasserfälle in den Grenzflüssen und Überschwemmungen im Landesnorden.
  
Der von vielen so sehnsüchtig erwartete Regen richtete aber auch erhebliche Schäden an der Infrastruktur an, machte ausgewaschene Straßen und unterspülte Bahngleise unpassierbar und stellte so manche Tourenplanung auf den Kopf. Vor laufenden Rivieren war Geduld und Umsicht gefragt und der Besuch einiger touristischer Highlights musste verschoben oder ganz gestrichen werden.

  
Die beiden SÜD-AFRIKA Autoren Helge Bendl und Helmut Gries waren während dieses Naturevents vor Ort – der eine im Norden, der andere im Süden. Ihre Reiseberichte mit eindrucksvollen Fotos vom grünen Namibia finden Sie in der nächsten Ausgabe, die Ende Juni erscheint!

  
  
  

  

   


  

    Kunst in Basel: Arbeit von Dela Quarshie
   

KUNSTMESSE „AFRICA BASEL“

     

Mit der erstmaligen Ausrichtung der Africa Basel erhält die zeitgenössische afrikanische Kunst eine Plattform in der Schweizer Kunststadt. Vom 18. bis 22. Juni versammelt die Messe ausgewählte Galerien und Künstler, um die Vielfalt und Innovationskraft der afrikanischen Kunstszene der Öffentlichkeit zugänglich machen.
  
Trotz der wachsenden Anerkennung afrikanischer Kunst bleiben viele Künstler des Kontinents in großen Institutionen und Messen unterrepräsentiert. Die Africa Basel Art Fair will diesem Ungleichgewicht entgegenwirken. Die Messe findet parallel zur traditionsreichen Art Basel statt.
  
Die Africa Basel präsentiert Werke sowohl etablierter als auch aufstrebender Künstler aus verschiedenen Regionen Afrikas und der Diaspora. Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussionen, Künstlergesprächen und Sonderausstellungen.
  
Mehr Informationen über die Messe
und die 18 Aussteller der Art Basel

  
  
  

  

   


  

    Es geht auch einfach: Luxus Natur

TREND ZUM LUXUS-TOURISMUS

    
Eine neue Studie von UN Tourism, der Sonderorganisation der Vereinten Nationen für den Tourismus, rät afrikanischen Ländern, mehr auf Qualität als auf Quantität zu setzen. Afrikanische Länder könnten vor allem dann wirtschaftlich profitieren, wenn sie gezielt auf gut betuchte Reisende setzen – nicht auf Masse.

  
Die Erhebung listet die Seychellen (Platz 4, 2.796 US-Dollar) und Tansania unter den Top 15 weltweit, wenn es um Einnahmen pro Tourist geht. Auch Mauritius positioniert sich solide. Andere afrikanische Staaten wie Südafrika (722 US-Dollar) landen im unteren Drittel des Rankings.
  
Laut UN Tourism entscheidet nicht nur die Anzahl der Besucher über den Tourismuserfolg, sondern vor allem die Höhe der Ausgaben pro Kopf. Die Daten unterstreichen, dass insbesondere Länder mit Fokussierung auf exklusive Angebote und nachhaltige Konzepte profitieren. Der Massentourismus hingegen kann das Preisniveau und die Wertschöpfung pro Besucher deutlich drücken.
  
Für Reisende sind das nicht unbedingt gute Nachrichten: Natürlich profitieren alle Besucher von einer exzellenten Infrastruktur, hochwertiger Hotellerie und nachhaltigen Konzepten – doch bei konsequenter Umsetzung wird es für Traveller mit schmalem oder mittlerem Budget in reinen Luxusdestinationen schwieriger, sich Reiseträume zu erfüllen.

  
  
  

  

   


  

    Mit vereinten Kräften: Umsiedlung eines Nashorns

LODGE-NEWS:

UMSIEDLUNG VON NASHÖRNERN

   

  

Der Ngorongoro-Krater in Tansania wird Nashornrevier! Das Schutzgebiet hat dazu eine Vereinbarung mit der Regierung Tansanias und der Munywana Conservancy in Südafrika unterzeichnet. Die ersten von insgesamt 36 Tieren wurden bereits umgesiedelt.
   
Die Munywana Conservancy in der Provinz KwaZulu-Natal ist ein Zusammenschluss von Landbesitzern, zu denen unter anderem das &Beyond Phinda Private Game Reserve gehört. In diesem Reservat wurden 1991 erstmals wieder Breitmaulnashörner ausgewildert.
  
Seitdem fanden mehrere Transfers dieser Art aus der Munywana Conservancy statt, zum Beispiel nach Botswana, in den Akagera-Nationalpark in Ruanda und in den Garamba-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Die jüngste Aktion ist ein Schritt in Richtung des langfristigen Ziels der tansanischen Regierung, lebensfähige Zuchtpopulationen zu etablieren.
   
Der Ngorongoro-Krater zählt zwar nicht zum historischen Verbreitungsgebiet des südlichen Breitmaulnashorns. Studien haben jedoch gezeigt, dass die Populationen schnell wachsen können, wenn sie in einem geeigneten Lebensraum angesiedelt werden und wirksamen Schutz erhalten.

  

Mehr Infos findet man bei African Parks und bei &Beyond

  
  
  

  

   

  

   

www.sued-afrika.de

   


 

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Redaktion: Oliver Gerhard
  
Fotos: Thomas Thadewaldt/Diamir (Angola), Helmut Gries (Regenzeit),

Gallery Soview (Africa Basel), Peter Syme/Unsplash (Luxus),

Howard Cleland (Nashörner)

  

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