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№ 62
  
  

LIEBE LESERINNEN UND LESER,



 
Oliver Gerhard  Oliver Gerhard 

  

während die Tage bei uns dunkler und kühler werden, freut man sich in Südafrika auf die sommerliche Hochsaison. In der neuen Printausgabe des SÜD-AFRIKA Magazins, die in einigen Tagen erscheint, finden Sie attraktiven Lesestoff für die kommende Reisesaison, etwa über eine Safari im E-Auto in Tansania und eine Reitsafari in Südafrika. Es geht auf eine Genussreise durch das Weinland am Kap und auf eine Tour von Lodge zu Lodge in Namibia zwischen Windhoek und dem Etosha-Nationalpark.
  
In diesem Newsletter berichten wir über einen deutschen Landwirt, der am Kap mit der Spargelzucht erfolgreich ist, ein exotischer Geschmack für den südafrikanischen Gaumen. Außerdem geht es um eine spannende deutsch-südafrikanische Ausstellung in Berlin und um das Engagement eines „Nashornflüsterers“.
  
Viel Spaß beim Lesen!
  
Ihr

   
Oliver Gerhard
Redaktion


   
 

  
  

    Exotisches Gemüse: Spargelernte in den Cederbergen
   

  SÜDAFRIKA:
SPARGEL VOM WESTKAP

  

Die Deutschen lieben den Spargel. Kaum jemand weiß jedoch, dass die weißen Stangen auch am Kap gedeihen und in einigen Restaurants auf der Speisekarte stehen. Klaus Feldner startete den Anbau vor knapp zwanzig Jahren auf seiner Rietfontein Farm in der Nähe von Malmesbury nahe Kapstadt – sein Sohn Eckhardt setzt die Tradition fort.
  
Doch eigentlich begann die Geschichte schon viel früher: Eckhardt ging 1993 nach Lesotho für den Bau von zwei Gewächshäusern für Spargel, ein Projekt des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED). Der weiße Spargel wurde damals in Dosen verpackt und verkauft.
  
Sein Vater Klaus war sogar 40 Jahre lang für die GTZ (heute GIZ) in Afrika tätig. Da es damals in Südafrika keinen weißen Spargel gab, begann er einfach selbst mit dem Anbau. Nach seinem Tod 2010 setzte zunächst ein Pächter den Anbau fort, fünf Jahre später übernahm schließlich Eckhardt Feldner.
  
Vor fünf Jahren brachte der Züchter 4.000 Spargelsamen aus Deutschland mit – eine spezielle Züchtung, die besonders gut mit dem Klima am Kap klarkommt. Weitere Samen wurden auf den Feldern von weiteren Farmern ausgesät, mit denen Feldner kooperiert. Inzwischen wachsen rund 20.000 Spargelpflanzen auf mehreren Farmen in den Cederbergen.
  
In Südafrika startet die Spargelsaison Anfang September und geht bis ungefähr Ende Oktober. Eckhardt Feldner rechnet in diesem Jahr mit einer Ernte von rund 2.500 Kilo, im nächsten Jahr sogar mit bis zu 5.000 Kilo. Mittlerweile versorgt er nicht nur Restaurants rund um Kapstadt, sondern liefert auch nach Johannesburg, Durban und weitere Städte.
  

    Eckhardt Feldner

  
Wer den Spargel kosten möchte, findet ihn unter anderem im Restaurant La Colombe in Kapstadt und im The Vine Bistro in Stellenbosch. Für Endkunden liegt der Kilopreis bei rund 350 Rand. Anfragen an Eckhardt Feldner unter Tel. (0)79 025 0629.
  
   

  

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Weitere Infos
  

  


  


  

     Engagiert für den Nashornschutz: Justin Terblanche

LODGE-NEWS:
BEIM NASHORNFLÜSTERER

   

  
Justin Terblanche ist Tierpfleger im Kouga Rhino Sanctuary nahe Jeffreys Bay und Cape St Francis in Südafrika – mit ganz besonderen Schützlingen: Ein Jahr und sechs Monate hat er gebraucht, bis seine Nashörner ihn am Geruch erkannt und akzeptiert haben. Denn seine Arbeit geht weit über die eines Tierpflegers hinaus. Mittlerweile ist er in Südafrika deshalb auch als „Rhino-Whisperer“ bekannt.
  
Nachdem er einige Exemplare der gefährdeten Tierart an Wilderer verloren hatte, lebt er nun nicht nur für, sondern teils auch mit seinen Nashörnern, da reguläre Patrouillengänge entlang des Zaunes nicht mehr ausreichten. „Ich kenne ihre Persönlichkeiten, ihre Gewohnheiten, ihre Macken. Sie reagieren auf meine Stimme und kennen meinen Geruch. Dieses Band ist heilig und ich widme jeden Augenblick ihrem Schutz“, sagt er.

  
Terblanche arbeitet für die Lombardini Game Farm und teilt sein Wissen über die Rhinos mit anderen Tierschützern, Wissenschaftlern und Gästen der Farm. Mehr Infos beim Kouga Rhino Sanctuary.

  
  
  

  

   


  

    Ambivalentes Werk: Ausstellung Irma Stern
   

BERLIN:
AUSSTELLUNG IRMA STERN

 
Das Brücke-Museum in Berlin lädt noch bis 2. November 2025 zur Entdeckung der deutsch-südafrikanischen Expressionistin Irma Stern (1894–1966) ein. Es ist die erste museale Einzelausstellung dieser wichtigen Künstlerin in ihrer ehemaligen Heimat. Die komplexen historischen Umstände, die sowohl Sterns Leben als auch die Bewertung ihrer Kunst prägen, sind dabei auch ein Thema.

  
Irma Stern gilt in Südafrika als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Moderne. In Deutschland ist ihre Kunst hingegen kaum bekannt. Dies war einmal anders: Aufgewachsen zwischen beiden Ländern, studierte Stern Malerei in Weimar und Berlin. In den 1920er-Jahren stellten die wichtigsten Galerien der Hauptstadt ihre ausdrucksstarken Porträts und farbintensiven Landschaften aus.
  
Sie war Gründungsmitglied der Novembergruppe und eng mit dem Brücke-Künstler Max Pechstein befreundet. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete Sterns Karriere in Deutschland abrupt: Als Jüdin wurde sie verfolgt und ihre expressionistischen Werke wurden als „entartet“ bezeichnet.
  
Lesen Sie den kompletten Beitrag auf der

SÜD-AFRIKA Website.

  
  
  

  

   


  

    Mehr Komfort bei der Anreise: Kapstadt

MODERNE FLUGHÄFEN

     
Der südafrikanische Flughafenbetreiber ACSA hat eine große Offensive zur Modernisierung der Flughäfen des Landes angekündigt. In den nächsten fünf Jahren sollen Investitionen in Höhe von 21,7 Milliarden Rand in Digitalisierung, Innovation und Modernisierung der Infrastruktur vorgenommen werden.
  
Modernisierungen sind zum Beispiel am OR Tambo International Airport in Johannesburg geplant, am Cape Town International Airport und an mehreren regionalen Drehkreuzen. Die Ankündigung erfolgte zusammen mit der Präsentation der Finanzergebnisse des letzten Geschäftsjahres, in dem ein Rekordgewinn von 1,1 Milliarden Rand erzielt wurde.
  
Mehr Infos findet man beim Flughafenbetreiber ACSA.

  
  
  

  

   


  

    Grund zum Feiern: Angola

ANGOLA: EVENTS ZUM FEIERN

   

  

Am 11. November 1975 erlangte Angola die Unabhängigkeit von Portugal – seither gilt dieser Tag als angolanischer Nationalfeiertag. Zum 50. Jubiläum wird das ganze Jahr über gefeiert. Der 11. November 2025 bildet den Höhepunkt des Jubiläumskalenders, der kulturelle Vielfalt, Lebensfreude und Zukunftsvisionen vereinen will.
    
Als Ursprungsland des Musik- und Tanzstils Kizomba lädt Angola vom 4. bis 18. Oktober mit dem „Welcome to Angola – Muxima Kizomba Festival“ zu einem zweiwöchigen Tanz- und Kulturevent ein, das die Städte Luanda, Benguela und Lubango miteinander verbindet. Workshops, Konzerte und Exkursionen stehen dabei im Fokus.
  
Traditionelle Musik, Handwerk und Tanz bilden das Herzstück des Festival Nacional da Cultura, das noch bis zum 8. November gefeiert wird. Es begann in der Provinz Luanda und findet seinen Abschluss in der Stadt Luena. Das Festival stellt junge Talente und künstlerische Ausdrucksformen aus ganz Angola in den Mittelpunkt.
  
Vom 23. bis 29. November 2025 rückt das Luanda International Pan-African Film Festival die angolanische und panafrikanische Filmkunst ins Rampenlicht. In der Hauptstadt Luanda präsentiert das Festival ein Programm aus Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilmen und bietet darüber hinaus Workshops und Diskussionsrunden.
  
Ein weiteres Highlight findet am 1. November mit dem Arraial Fora de Época in Luanda statt. Das farbenfrohe Straßenfest bringt Musik, Tanz, kulinarische Spezialitäten und ein Volksfestgefühl in die Hauptstadt – eine moderne Neuinterpretation traditioneller Arraial-Feste, die außerhalb der gewohnten Saison für ausgelassene Stimmung sorgt.
  
Den Jahreswechsel begleitet das „Kudissanga – Luanda Kizomba Festival“ vom 26. Dezember bis 5. Januar 2026. Organisiert von lokalen Tanzschulen, bietet es ein Programm aus Tanzkursen, Konzerten internationaler Kizomba-Künstler, Filmvorführungen, Podiumsgesprächen und kulinarischen Highlights.
  
Visit Angola informiert auf einer neu gestalteten Website über das Land.

  
  
  

  

   

  

   

www.sued-afrika.de

   


 

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Redaktion: Oliver Gerhard
  
Fotos: Nick Ash, Cape Town Tourism, Eckhardt Feldner,

Justin Terblanche, Thomas Thadewaldt/Diamir

  

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